Bilder aus der Praxis




Leptopelis uluguruensis im Sphagnum-Moos



Spinnenwürfel mit Erde aus dem Garten



Archispirostreptus gigas auf Terrarienhumus





Sand



Rindenmulch



Gartenerde



Terrarienhumus feucht



Terrarienhumus als "Ziegel"

Unterschiedliche Bodengründe


Der Bodengrund in einem Terrarium sollte sich nach dem Habitat des Pfleglings richten. Es gibt im Handel so ziehmlich jeden Bodengrund den ihr für den Terrarienbau braucht. Mann kann schnell den Überblick verlieren und am Ende hat man für eine Tüte Sand 30€ hingelegt. Warum Terrarienerde kaufen, wenn es auch die ungedüngte Erde aus dem hauseigenen Garten tut? Hier nun die gängigen Bodensubstrate die in der Terraristik ihre Verwendung finden.

Aus dem Handel bezogener Bodengrund kommt in den meisten Fällen steril daher. In manchen Fällen kann man schon verwendeten Bodengrund auch zu Hause im Backofen sterilisieren. Mehr dazu und zum Thema Bodengrund erfahrt ihr natürlich in unserem Forum.

Sand
Sand findet meist in Wüstenterrarien seine Verwendung. Es gibt ihn in dieversen Körnungen, Farben und Zusammensetzungen. Bei vielen, besonders grabenden, Wüstenbewohnern sollte auch darauf geachtet werden, dass er einen Anteil an Lehm hat, ansonsten ist er nicht grabfähig.

Terrarienhumus
Diesen Bodengrund bekommt man meistens getrocknet und gepresst in Ziegelform. Unter der Zugabe von Wasser quillt der Ziegel auf und vergrößert sein Volumen. Terrarienhumus besteht in den meisten Fällen aus Kokosfasern. Das Material schimmelt nicht hat aber den Nachteil, dass es sehr schnell austrocknet. Es wird oft bei Spinnenterrarien eingesetzt und ist im feuchten Zustand gut grabfähig. Der Trend bei der Spinnenhaltung geht aber klar zur Garten- bzw. Walderde.

Terrarien- bzw. Gartenerde
Günstiger als an Gartenerde kann man eigentlich an keinen Bodengrund kommen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Man hat ihn ständig zur Verfügung und man weiß (wenn es der eigene Garten ist), dass die Erde ungedüngt ist. Dies ist auch der Grund, warum auf Pflanz-und Blumenerde aus dem Gartencenter oder Baumarkt verzichtet werden sollte. Diese Erden sind meist mit Dünger versetzt und könnten dem Tier schaden. Das Entfernen von Erde aus dem Wald, ist nur mit Genehmigung erlaubt. Sowohl Wald- als auch Gartenerde sind für die Reptilienhaltung, so lange es das Habitat des Pfleglings zulässt, ideal.

Rindenmulch
Wie der Name schon sagt, besteht Rindenmulch aus feingehechselter Baumrinde. Hier kommt es auch auf die Rinde an, aus dem der Mulch gewonnen wird. Natürlich gibt es ihn günstig im Gartencenter um die Ecke, allerdings ist dieser Rindenmulch nicht steril (falls das gewünscht sein sollte) und je nach verwendeter Rindensorte, kann er auch zur Geruchsbelästigung in den eigenen vier Wänden führen.

Torf
Torf ist ein natürlicher Rohstoff, der in Torfmooren abgebaut wird. Leider werden dadurch auch goße Schäden an Flora und Fauna bezweckt, weshalb auf die Verwendung von Torf im Terrarienbau verzichtet werden sollte. Es wird unterschieden zwischen Weißtorf mit einem hohen Faseranteil und Schwarztorf, welcher feiner und dunkler ist.

Ansonsten speichert Torf hervorragend Wasser und besonders Epiphyten und Rankpflanzen gedeihen gut auf Torf. Auch Uferzonen in Paludarien werden gerne mit Torfplatten gestaltet, da sie bei ständiger Feuchtigkeit auch bemoosen. Im Fachhandel bekommt man ihn lose oder als Torfplatten.

Laub
Manche Terrarientiere z.B. Stummelschwanzchamäleons, benötigen zusätzlich zum Bodengrund noch eine dichte Laubschicht im Terrarium, in der sie Tagsüber auf Jagd gehen oder sich verstecken können. Man sollte dabei auf Eichenlaub zurückgreifen, da dieses Laub auch bei hoher Feuchtigkeit nicht anfängt zu schimmeln. Bevor das Laub ins Terrarium eingebracht wird, sollte es im Backofen sterilisiert werden bei ca. 70°C.

Moose
Für Terrarien ist oftmals das sogenannte Sphagnum-Moos erhältlich. Dabei handelt es sich um Torfmoose. Im Handel wird es getrocknet angeboten. Auch in diesem "toten" Zustand ist es ein guter Wasserspeicher. Lebendes Sphagnum wird im Terrarium auf die Dauer nicht überleben, da es dort meist zu dunkel und zu warm ist. Auch andere Moosarten gedeihen nur schlecht bis gar nicht im Terrarium. Sollte es aber doch gelingen, z.B. auf Weißtorfplatten oder Xaxim-Rückwänden, so ist das Moos im Terrarium natürlich ein absoluter Hingucker und spricht für ein gesundes Klima. Gerade Dendrobatenbecken bieten oft das richtige Klima für Moose.