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Bei der Verwendung von Epoxydharz, entsteht eine glänzende Oberfläche, welche einen ständigen feuchten Eindruck erweckt. Dem kann in gewissem Maße durch das aufstreuen von Quarzsand entgegen gewirkt werden.



Typisches Glänzen einer mit Epoxydharz versiegelten Rückwand

Rückwandversiegelung


Die Erfahrung hat gezeigt, dass es oft die Versiegelung der Rückwände ist, die Anfängern große Probleme bereitet. Dies fängt meistens schon bei der Wahl der richtigen Versiegelungsmethode an.

Deshalb haben wir uns entschieden, hier auf dieser Seite nochmal speziell darauf einzugehen auch, wenn das Thema Versiegelung in den einzelnen Rückwandbereichen schon angeschnitten wurde.

Sollte noch eine Art der Versiegelung fehlen oder ihr habt Verbesserungsvorschläge, dann schreibt uns über unser Kontaktformular oder postet die Versiegelung eures Terrariums in unserem Forum.

Epoxydharz
Die wohl am meisten verbreitete Art der Rückwandversiegelung ist ein Beschichten der Rückwand mit Epoxydharz. Auf Grund seiner Eigenschaften kann es sogar zur Versiegelung des Wasserteils von Holzpaludarien genutzt werden.

Es handelt sich bei diesem Werkstoff um flüssige Harze, die unter der Zugabe eines Härters duroplastische Kunststoffe ergeben, die eine hohe physische und chemische Beständigkeit besitzen. Bei richtiger Verarbeitung sind diese Harze nach der Aushärtung für unsere Pfleglinge völlig unbedenklich.

Zur Verarbeitung sollten allerdings ein paar Dinge beachtet werden, damit am Schluss das Ergebnis stimmt.

Benötigtes Werkzeug und Material zur Verarbeitung von Epoxydharzen:

Epoxydharz und Härter
Küchenwaage
Pinsel oder Lackroller
"Hitzebeständiger" Behälter zum Anmischen
Einweghandschuhe

Bevor es nun weiter geht, hier noch ein paar wichtige Schutzmaßnahmen. Verarbeitet Harz nur in gut belüfteten Räumen. Tragt eine Schutzbrille und Handschuhe sowie alte Kleidung. Das Harz reizt Haut, Augen und die Atemwege. Ausgehärtetes Harz kann nur mechanisch entfernt werden.

Um das Harz zu mischen, wird der Behälter auf eine Küchenwaage gestellt und die Anteile Harz und Härter, auf das Gramm genau, eingefüllt. Das Mischungsverhältnis steht auf der Verpackung des Harzes oder im technischen Datenblatt. In den meisten Fällen beträgt das Verhältnis 2:1, d.h. zwei Teile Harz und einen Teil Härter. In der Praxis z.B. 200g Harz + 100g Härter = 300g Epoxydharz. Zum Mischen bieten sich ausgediente Marmeladengläser an. Einfach Harz und Härter einfüllen, Deckel drauf und schütteln.

An dieser Stelle sollte noch gesagt sein, dass die Einhaltung des Mischungsverhältnis sehr wichtig ist. Falsch gemischtes Harz trocknet entweder gar nicht oder wird spröde mit klebriger Oberfläche. In diesem Fall ist die versiegelnde Wirkung hinfällig. Nicht richtig abgebundenes Harz ist gesundheitsgefährdend für euch und eure Pfleglinge.

Bei der Reaktion des Harzes und des Härters entsteht thermische Energie, also wundert euch nicht wenn der Behälter in dem ihr das Harz angemischt habt warm wird. Deshalb sollte der Behälter auch 2hitzebeständig" sein. Bei einem alten Joghurtbecher kann es also ein böses Erwachen geben.

Habt ihr das Harz gemischt, beginnt die sogenannte Topfzeit(Verarbeitungszeit) in der das Harz verarbeitet werden kann. Diese Topfzeit ist vom verwendeten Harz abhängig und von der Menge angemischten Harzes. Je größer die angemischte Menge, desto kürzer die Verarbeitungszeit. Deshalb solltet ihr immer nur soviel Harz anmischen wie ihr in der angegeben Topfzeit verarbeiten könnt. Ihr könnt das Harz nun per Pinsel oder Lackrolle auf eure Rückwand auftragen. Habt ihr die Rückwand komplett eingestrichen muss eine Trockenzeit eingehalten werden bis die nächste Schicht aufgetragen werden kann. Je nach Terrarienart müssen mehrere Schichten aufgetragen werden, um das Terrarium wasserdicht zu bekommen. Die Trockenzeit hängt ebenfalls vom verwendeten Harz ab.


Holzleim
Die Verwendung einer Versiegelung mit Holzleim bietet sich vorallem in Terrarien an, in denen nicht ständig eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Ähnlich wie bei Epoxydharzen, sollte bei der Verwendung von Holzleim in Terrarien in denen eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, ein Härter zu gefügt werden.

Es gibt Holzleim für unterschiedliche Beanspruchungsgruppen nach DIN EN 204
D1 - Holzfeuchte unter 15 %
D2 - kurzzeitige Wasser- bzw. Kondenswassereinwirkung
D3 - häufige kurzzeitige Wassereinwirkung oder höherere Luftfeuchtigkeit
D4 - lang anhaltende Einwirkung von Wasser bzw. Kondenswasser

Die Beanspruchungsgruppe D4 ergibt sich aus D3-Leim, versetzt mit einem Härter.

Klarlack
Bei Klarlack sollte darauf geachtet werden, dass er auch zur Verwendung bei Spielzeug empfohlen ist. Dies wird meistens durch das Gütesiegel des "blauen Engels" gewährleistet. Klarlack kann z.B. in Wüstenterrarien als Grundversiegelung genutzt werden um eine Reinigung zu vereinfachen.

Silikon
Auch Silikon kann zur versiegelung eines Terrariums genutzt werden. Dabei wird das Silikon auf Rück und Seitenwänden verstrichen. Das Silikon kann auch mit verschiedenen Materialien bestreut werden und ergibt so oftmals eine schöne Rück- bzw. Seitenwand.